Kriegsgräberstätte Metz

Der Soldatenfriedhof Metz-Chambière entstand nach der Einnahme der Festung durch die Deutschen im Jahr 1870. Ein erstes Gräberfeld war für die während der Belagerung von Metz gestorbenen französischen Soldaten angelegt worden. Mit der Eingliederung eines Teils von Lothringen einschließlich der Stadt Metz in das Deutsche Reich, wurde die Festung eine der größten Garnisonen in Deutschland. Für die bis zur Rückgliederung an Frankreich im Jahre 1918 in Metz stationierten Soldaten sowie Angehörigen der Militärverwaltung und deren Familien entstand ab 1871 der Garnisonsfriedhof.

Adresse:

Rue du Général Miollis
57000 Metz
Frankreich

GPS Koordinaten: 49°07'55"N; 06°11'36"E

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Metz zentraler Standort vieler Lazarette. Die ihren Verwundungen erlegenen deutschen und französischen Soldaten sowie die in Metz und Umgebung in der Kriegsgefangenschaft gestorbenen Soldaten fremder Heere fanden im Gelände des Garnisonsfriedhofes ebenfalls ihre letzte Ruhestätte. Während der Schlacht um Verdun von Februar 1916 bis November 1917 sind zahlreiche Schwerverwundete nach Metz transportiert worden und hier im Lazarett gestorben.

Umbettung und Umgestaltung

Im Jahre 1965 erfolgte im beiderseitigen Einvernehmen die Überführung der in Friedenszeiten gestorbenen und auf dem Garnisonsfriedhof beigesetzten Soldaten und Zivilpersonen auf den benachbarten Zivilfriedhof. Anschließend nahmen die französischen Militärbehörden eine Neugestaltung des Garnisonsfriedhofs vor. In diesem Zusammenhang sind 1966 weitere 990 deutsche Gefallene des Ersten Weltkrieges von außerhalb liegenden Friedhöfen nach Metz umgebettet worden.

Endgültige Gestaltung

Mit dem deutsch-französischen Kriegsgräberabkommen vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund mit der endgültigen Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe in Frankreich aus der Zeit des Ersten Weltkrieges beginnen. 1969 erfolgte der Austausch der provisorischen Holzgrabzeichen gegen Kreuze aus Naturstein mit eingravierten Namen und Daten der dort Ruhenden. Ein Hochkreuz - ebenfalls aus Naturstein - bildet den Mittelpunkt der Anlage. Die französische Seite ließ die trennenden Hecken beseitigen, sodass Besucher heute von bestimmten Punkten aus alle Gräberfelder im Blick haben.

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