Kriegsgräberstätte Romagne-sous-Montfaucon

Der deutsche Soldatenfriedhof Romagne-sous-Montfaucon ist im September 1914 von der eigenen Truppe angelegt worden. Mit Beginn der Kämpfe um die Maasübergänge zwischen Henay und Sivry Ende August 1914 wurden in Romagne mehrere Lazarette eingerichtet. Schwerverwundete, die ihren Verletzungen erlegen waren, fanden eine Ruhestätte neben dem Gemeindefriedhof. Weitere Tote kamen von September 1914 bis in das Jahr 1915 hinein hinzu.

Die meisten der auf dem Friedhof Ruhenden starben jedoch während der Schlacht um Verdun. Anfang März 1916 begann der deutsche Angriff auch auf dem linken Maasufer. Es folgten die verlustreichen französischen Gegenoffensiven im Herbst 1916 und im August 1917 sowie die Rückzugskämpfe im September und Oktober 1918. Die hier Ruhenden gehörten Truppenteilen an, deren Heimatgarnisonen in Schlesien, Sachsen, Württemberg, Bayern, Westpreußen, Pommern, Mecklenburg, im Rheinland und in Lothringen lagen.

Adresse:

Rue de l'Europe
55110 Romagne-sous-Montfaucon
Frankreich

GPS Koordinaten: 49°20'02.80"N; 5°04'56.51"E

Instandsetzungsarbeiten zwischen den Kriegen

Erste Arbeiten zur Verbesserung des Zustandes des Friedhofes führte der Volksbund nach einer 1926 mit den französischen Militärbehörden getroffenen Vereinbarung aus. 1932 begannen umfangreiche Baumpflanzungen mit langen Fichtenreihen. Die provisorischen Holzgrabzeichen wurden ausgetauscht gegen kunstvoll gearbeitete Schieferkreuze. Schließlich errichtete der Volksbund einen Gedenkraum aus Naturstein, dessen eine Wand ausgefüllt ist von einer Piéta in Mosaikhandarbeit. Sie wird geschützt durch ein kunstvoll geschmiedetes Gitter.

Der Friedhof Romagne-sous-Montfaucon ist einer der wenigen deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich, der zwischen den Kriegen fast vollständig fertiggestellt werden konnte, bevor die Devisenknappheit Mitte der dreißiger Jahre die Volksbundarbeit in Frankreich zum Erliegen brachte.

Gestaltung

Mit dem deutsch-französischen Kriegsgräberabkommen vom 19. Juli 1966 konnte der Volksbund - finanziell unterstützt von der Bundesregierung - die endgültige Gestaltung der deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkrieges in Frankreich vornehmen.

1973 mussten zahlreiche alte Fichten, die durch Unwetter beschädigt worden waren, ersetzt werden. Auch Grabzeichen mussten erneuert werden. Alle 1 407 deutschen Gefallenen ruhen in Einzel- bzw. Gruppen-gräbern. Bei dieser Gelegenheit wurden die Gräber der beiden Gefallenen jüdischen Glaubens durch Grabstelen gekennzeichnet.

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