Reportage Romagne-sous-Montfaucon

Letzte Ruhe in Romagne

Einbettung eines Toten der Verdun-Schlacht

ROMAGNE-SOUS-MONTFAUCON/FRANKREICH.
Die deutsche Kriegsgräberstätte Romagne-sous-Montfaucon ist ein ganz besonderer Ort. Hier ruhen viele Tote der Schlacht um Verdun vor nunmehr 100 Jahren. Einige von ihnen sind bis heute unbekannt, ihre Namen längst in Vergessenheit geraten. Für all diese ungeschmückten Gräber organisierte der Volksbund dank der Spenden seiner Förderer und durch die fleißigen Helfer des Christlichen Pfadfinderbundes Saar sowie der "Weserraben" vom Deutschen Pfadfinderbund (DPB) eine Blumenaktion.

Einer dieser Toten bekam am 28. Mai 2016 aber auch seinen Namen zurück. Es handelte sich um Hans Winkelmann, dessen Bruder übrigens schon seit 100 Jahren am selben Ort bestattet war. Es war eine wahrhaft beeindruckende Veranstaltung, die auch durch die hochwertigen musikalischen Beiträge, etwa von Patricia Hammond, dem jungen Blasorchester Rilchingen-Hanweiler oder durch das Heeresmusikkorps Ulm lange in guter Erinnerung bleiben wird.

Dazu kamen zahlreiche Recherche- und Begegnungsprojekte verschiedener Jugendgruppen, welche das Gedenken aktiv mitgestalteten. Zuvor hatten die Mitarbeiter der Volksbund-Bauabteilung diesen besonderen Ort der Erinnerung aufwändig für etwa 200 000 Euro renoviert und dabei unter anderem zahlreiche Grabkreuze ersetzt sowie etliche neue Bäume gepflanzt.

Maurice Bonkat

Impressionen der Veranstaltung