Kriegsgräberstätte Pomezia

Der deutsche Soldatenfriedhof liegt westlich der Straße Latina - Rom, an der SS 148, der Via Pontina, etwa 26 Kilometer südöstlich Roms. Am Horizont erhebt sich die Hügelkette der Albaner Berge. Nach Süden schweift der Blick über das ehemalige Kampfgelände von Aprilia in die Küstenebene der trockengelegten pontinischen Sümpfe. Insgesamt 27 486 deutsche Soldaten erhielten in Pomezia ihre letzte Ruhestätte.

Adresse:
Deutscher Soldatenfriedhof Pomezia
Via Pontina km 31.4
00071 Pomezia
GPS Koordinaten: 41°39'49.89"N; 12°30'59.06"E

Entstehung

Während der heftigen Kämpfe am Landekopf von Anzio-Nettuno legten die Amerikaner für Freund und Feind am Nordausgang der Stadt Nettuno einen großen Soldatenfriedhof an. Anfang 1947 wurden die 2 740 dort bestatteten deutschen Gefallenen auf Veranlassung des amerikanischen Gräberdienstes nach Pomezia umgebettet, da sich das Gelände dort für eine dauerhafte Kriegsgräberanlage besser eignet. Das Grundstück wurde im Dezember 1946 vom italienischen Staat kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch und mit Unterstützung des damaligen italienischen Generalkommissariates konnten anschließend 3 751 deutsche Gefallene aus Feldgräbern des ehemaligen Landekopfes Anzio-Nettuno vom deutschen Gräberdienst geborgen und in Pomezia eingebettet werden. In den Jahren 1948 - 1955 bestattete der Volksbund hier weitere 10 704 deutsche Kriegstote aus Gemeindefriedhöfen der Provinzen Rom, Latina, Salerno, Avellino, Frosinone, L' Aquila, Chieti, Siena und Pistoia. Nach Abschluss des deutsch-italienischen Kriegsgräberabkommens vom 22. Dezember 1955 werden außerdem deutsche Kriegstote aus den Provinzen Ancona, Arezzo, Ascoli, Grosseto, Latina, Livorno, Macerata, Neapel, Perugia, Pesaro, Rieti, Rom, Siena, Terni, Viterbo und Regglo di Calabria auf dem Friedhof Pomezia zugebettet. Insgesamt 27 486 deutsche Soldaten erhielten in Pomezia ihre letzte Ruhestätte.

Zentrales Mal

Der Ausbau des Soldatenfriedhofes erfolgte Mitte bis Ende der fünfziger Jahre nach Plänen der Bauleitung des Volksbundes.Vom Eingangsbau führt ein gerader, gepflasterter Weg vorbei an den Gräberfeldern zum zentralen Mal, das über der Gruft des Kameradengrabes errichtet wurde. Vier kräftige Säulen tragen einen Baldachin, dessen Unterseite mit Mosaiken verkleidet ist. Die Mittelsäule ist plastisch gestaltet mit vier überlebensgroßen Figuren von Soldaten und trauernden Angehörigen. Die Gräberfelder mit den Natursteinkreuzen sind durch Piniengruppen umrahmt.

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